Ausdauertraining zur Stressbewältigung
Wiederholte und intensive sportliche Belastung stellen für den Organismus eine erhebliche
Stressbelastung dar. Während ein moderates sportliches Training ein nahezu ideales Mittel für den Stressabbau ist, wird ein sehr intensives oder umfangreiches Training - wie es heute selbst bei vielen Fitnesssportlern üblich ist schnell zu einem eigenständigen Stressfaktor. Damit erhöht sich aber auch die Gefahr, körperlich und psychisch auszubrennen, was sich im harmlosen Fall in einer geradezu anfallsartigen Unlust zum Training äußert, in ernsteren Fällen wegen der Schädigung des Immunsystems auch schon mal zu körperlichen Erkrankungen führen kann. In diesem Fall bringt ein zusätzliches Ausdauertraining nicht etwa "das Fass endgültig zum Überlaufen", sondern es erhöht vielmehr die Stressfestigkeit. Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen sind es vor allem einseitige Belastungen und Überbeanspruchungen, die zu einer unerwünschten Stressreaktion führen. Durch einen gezielten Wechsel in der Anwendung der Sportarten lässt sich die Belastbarkeit des gesamten Organismus erheblich erhöhen. Dabei wird natürlich vorausgesetzt, dass der Kraftsportler, der zusätzlich Ausdauersport in sein Programm nimmt, nun nicht "pausenlos" trainiert und sich letztendlich doch übernimmt.