Muskelkater
Selbst durchtrainierte Sportler sind nicht gefeit vor Muskelkater. Führen sie ungewohnte Bewegungen aus, können sie am nächsten Tag das Ziehen in den Muskeln spüren. Hartnäckig hält sich das Gerücht, Muskelkater sei eine Übersäuerung der Muskulatur; entstehe also, weil zuviel Milchsäure produziert werde. Doch das ist falsch.
Bei dem schmerzhaften Ziehen in Muskeln handelt es sich vielmehr um allerkleinste Verletzungen hauchdünne Muskelfaserrisse (auch Mikrotraumata genannt). Die einzelnen Muskelzellen Muskelfasern) sind durch bindegewebige so genannte Z-Scheiben miteinander verbunden. Kleine Risse in diesen Scheiben infolge einer mechanischen Überlastung - und kleine Verletzungen von winzigen Blutgefäßen im Muskel führen zu einer lokalen Entzündung und zu einer entsprechenden Schwellung. Diese Schwellung bewirkt den typischen Schmerz und eine eingeschränkte Dehnbarkeit. Muskelkater sollte daher möglichst vermieden werden. Alle ungewohnten Bewegungen können dieses Muskelleiden verursachen. Wer seinen Arbeitstag sitzend im Büro verbringt, wird ein paar Stunden Gartenarbeit anschließend gut spüren. Sogar einen durchtrainierten Marathonläufer kann nach einem Tennisspiel wegen der andersartigen Muskelbelastung ein Muskelkater plagen. Der beliebte Ratschlag: "Training bringt nur etwas, wenn man danach Muskelkater hat, ist genauso unsinnig wie eine übertriebene Angst davor. Wer nach längerer Pause wieder mit Sport beginnt, wird einen leichten Kater in den Muskeln nur schwer umgehen können. Um das dennoch möglichst zu vermeiden, ist es wichtig, das Sporttraining der individuellen Fitness anzupassen und nur allmählich zu steigern. Und als Vorbeugung immer absolut unumgänglich: ausgiebiges Aufwärmtraining. Hilfreich für die Regeneration eines Muskelkaters sind langsames Walking und leichtes Stretching oder auch Saunagänge und warme Bäder mit Rosmarin- und Arnikazusätzen. Leichte Streichmassagen sind ebenso geeignet, da sie den Schmerz lindern können. Unterstützend wirkt hier ein Massageöl oder Franzbranntwein zum Einreiben der Haut. Damit werden die Muskeln angenehm durchwärmt